Wie kann es sein, dass ein öffentlich-rechtliches Medium, das als "unparteiischer Orientierungspunkt und Referenz" fungieren soll, nur die Anschuldigung eines Arztes, aber nicht seine Verteidigung gelten lässt?
Wie kommt es, dass ein Radiosender, der den Anspruch erhebt, der Diversität gerecht zu werden und gleichzeitig den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern und das Publikum zu vereinen, keine dieser Funktionen erfüllt?
Und warum scheint es einem ärztlichen Disziplinarrat wichtiger, einen Arzt exemplarisch durch Berufsverbot zu ruinieren, als seine Hilfe für Patienten zu berücksichtigen?
Ein paar Überlegungen zu (einem weiteren) Medienprozess im Zusammenhang mit dem "Mysterium des Staates".
Seit Beginn der Pandemie wird in politischen und medialen Diskursen immer wieder versichert, dass die Anti-Covid-Gesetze und -Maßnahmen "der Wissenschaft folgen". Somit wäre die Gesundheitspolitik und das, was in ihrem Namen geschieht, durch den Ansatz der "evidenzbasierten Politik" bestimmt.
In den letzten Monaten sind diese Fakten jedoch ins Wanken geraten und haben sich verändert. Einige der vorher angenommenen Fakten haben sich auch als falsch herausgestellt. Doch diese zunehmend fehlerhafte und immer weniger evidenzbasierte Politik schreitet unverändert fort, ohne dauerhafte Anzeichen einer Verlangsamung oder Kursänderung.
Es stellt sich dann die Frage, was die Grundlage für eine Politik ist, die auf Fakten beruht, wenn sich diese Fakten als immer weniger tragfähig erweisen.
Ob in Gestalt von wissenschaftlichen Fakten, die durch eine Explosion von Studien immer unüberschaubarer werden, oder in der Form einfacher statistischer Bestandsaufnahmen von Infektionen, Intensivpflegebedarf oder Todesfällen: Die Politik scheint zunehmend einer immanenten Logik verhaftet zu sein und auf undurchsichtigen Entscheidungsverfahren zu beruhen, die dank subtilem Rückgriff auf Privatverträge unter dem Deckmantel des Geschäftsgeheimnisses eine unternehmerischen Steuerung des Staates mit Privatinteressen begünstigen.
Prognosen Professor Dr. John P. A. Ioannidis von der Stanford University, einer der führenden Epidemiologen weltweit [1], sah stets die wissenschaftliche Forschung mit einer kritischen Distanz [2]. In der Epidemiologie…
Vor einem Jahr erschien ein bemerkenswerter Artikel im British Medical Journal [1]. Ich habe darüber ausführlicher in meiner Kolumne im Karger Kompass Pneumonologie geschrieben. Forscher der Harvard School of Public Health…
Anmerkung der Redaktion Hier ist eine E-Mail von einem unserer Leser adressiert an den medizinischen Rat im Zusammenhang mit dem Disziplinarverfahren gegen Dr. Benoît Ochs. Er hat uns die Erlaubnis…
Der 16. Juni 2021 war ein außergewöhnlicher Tag für das Expressis-Verbis-Team und, auf einer eher symbolischen Ebene, vielleicht auch für die Situation der Gesundheitspolitik in Luxemburg. Ein Allgemeinmediziner, gefangen zwischen…
Hat der Virus einen Geruch? Natürlich nicht. Und doch, so heißt es, gibt es Hunde die Covid-Patienten besser erschnüffeln als jeder chemische Test.
Der Geruch des Virus ist der imaginäre Geruch des Kranken und der erschreckende Hauch des Todes. Durch die unzähligen Diskussionen und Debatten über die Ansteckungswege der Krankheit, über die Verteilung von lebensbedrohlichen Aerosolen, aber auch durch die Distanzierungsmaßnahmen und die Maskenpflicht wurden die Fantasien der Pest und der schlimmsten Epidemien der Menschheitsgeschichte durch politische und mediale Propaganda systematisch reaktiviert.
Es scheint daher interessant, unsere Pandemie aus dem Blickwinkel des Geruchs der Krankheit und der bedrohlichen Luft in unserer sozialen Vorstellungskraft neu zu entschlüsseln.
Ein Beitrag von einem unserer Spender-Mitglieder im Rahmen eines E-Mail-Austauschs über die Unterstützung unserer Organisation. Anmerkung der Redaktion Wir waren von den Zeilen dieses aufgeklärten Bürgers so berührt, dass wir…
Im internationalen Wettbewerb um die beste Anti-Epidemie Strategie sollte Luxemburg zum Vorbild werden. Mit 42,9 % vermiedenen Infektionen hätte das kleine Land durch ein groß angelegtes Testprogramm eine gesundheitliche und wirtschaftliche Katastrophe vermeiden können. Zumindest verkünden das die Politiker und ihre Wissenschaftler einstimmig.
Aber wie steht es mit der Wissenschaft, die diese Gesundheitspolitik informiert?
Eine kritische Untersuchung der wissenschaftlichen Studie und ihres Kontextes offenbart ein etwas verstrickteres Bild, als es die Befürworter einer "evidenzbasierten" Politik fingieren.
Zahlen haben aller Wahrscheinlichkeit nach noch nie eine so dominante Rolle in der Öffentlichkeit gespielt wie seit Anfang der Pandemie. Wer konsultiert nicht schon fast instinktiv die alltäglichen Resultate der…









